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Campingplatz am Ring

Bericht über den offiziellen Campingplatz

Einfahrt zum Campingplatz am Nürburgring

(2003)

Nachdem die Regelung für Camping- und Parkmöglichkeiten im Jahre 2003 geändert wurden, gab es für die meisten nur zwei Möglichkeiten um so zu campen, wie es in der Vergangenheit auch schon war.

Die erste Möglichkeit bestand darin auf die Nordschleife zu fahren, da dort noch das Parken neben den Zelten gestattet wurde.

Die andere Möglichkeit war, auf den offiziellen Campingplatzes "Camping am Nürburgring" auszuweichen, wo schon seit Jahren das gleiche Konzept gilt.

Hier ist es auch weiterhin möglich sein PKW, Wohnwagen, Wohnmobil oder auch andere KFZ neben seinem Zelt zu parken, und mit anderen "normalen" Campern über das Pfingstwochenende zu feiern. Doch zunächst kam bei den Besuchern doch großer Unmut auf, da die Veranstalter den Campingplatz nicht mit einbezogen haben in die Neugestaltung der Campingsituation. So hieß es zu Anfang, der Besucher müsste zu dem Kombiticket in Höhe von 99,- noch einmal die kompletten Campinggebühren, in Höhe von 50,- , bezahlen, also doppelt bezahlen. Nachdem bei den Betreibern des Campingplatzes mehrere Beschwerden eingegangen sind, wurden sie nocheinmal, vorallem in Anbetracht dieser nicht zu akzeptierenden Regelung für die vielen Kunden, aktiv.

Wie aus einer Pressemitteilung vom 02. April zu lesen war, konnten die Betreiber des offiziellen Campingplatzes "Camping am Nürburgring", Steffen und Detlef Fischer, die Veranstaltergemeinschaft bei einem persönlichem Gespräch mit dem Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Herrn Dr. Kafitz, überzeugen, daß eine Einbindung des offiziellen Campingplatzes notwendig ist. Unterstützend zu dieser Entscheidung wirkte vorallem auch der Verbandsgemeindebürgermeister Hermann-Josef Romes mit. Es wurde vereinbart, daß den Kunden 15,- auf das Kombiticket angerechnet werden. Somit galt für die Besucher bei Anreise am Donnerstag 35,- Zuzahlung statt der normal fälligen 50,- . Nur auf dem offiziellen Campingplatz bestand dieses Jahr die Möglichkeit, auch ohne Festivalticket zu campen.

Durch die bereits angesprochene Problematik der Umstrukturierung der Park- und Campingmöglichkeiten, kamen wir auch zu dem Entschluß uns einmal etwas intensiver mit dem Campingplatz zu beschäftigen. Unter anderem stellte sich die Frage, seit wann gibt es diesen Campingplatz und wie ist das dort mit den "normalen" Dauercampern, gibt es dort viel Ärger... Dabei konnten uns die Betreiber, Steffen und Detlef Fischer, tatkräftig unterstützen und haben uns folgende Informationen bereit gestellt:

Geschichte zur Entstehung eines permanenten Campingplatzes am Nürburgring
Direkt an der berühmten Nordschleife des Nürburgrings, mitten im Wald, durften Motorsportfans bis in die siebziger Jahre wild campen. Eine andere Möglichkeit hatten sie nicht - es gab keinen ordentlichen Campingplatz. Die Folge: Der Wald wurde als öffentliche Toilette genutzt, Mengen von Müll blieben liegen, Autos fuhren quer durch das Gebiet und da es keine Stromanschlüsse gab, wurden Benzinstromaggregate als Antrieb für Kühlschrank oder Musikanlage eingesetzt. Nachdem die Formel 1 von 1977 an - nach dem Unfall von Niki Lauda - nicht mehr auf der Strecke gastierte, entschied sich die Politik in den achtziger Jahren für den Neubau des Grand Prix-Kurses, um die Formel 1 und damit einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor wieder in die Region zu holen. Dabei diskutierte man auch über die Wildcamper, mit dem Ergebnis, einen organisierten Campingplatz am Nürburgring einzurichten. Wir bewarben uns 1983 bei der Ausschreibung als Investor und Betreiber dieses Platzes und erhielten den Zuschlag. Heute beschäftigen wir auf dem 1986 eröffneten Gelände zwölf festangestellte Mitarbeiter, und bei großen Veranstaltungen arbeiten bis zu 50 Aushilfen im Schichtbetrieb. Beim Bau des Campingplatzes, für den Investitionen von mehreren Millionen DM notwendig waren, packte die ganze Familie mit an. Auf einer Fläche von 300.000 Quadratmetern - rund 50 Fußballfeldern -, entstanden etwa 1000 Stellplätze für bis zu 3000 Camper, fünf Sanitäranlagen und Gebäude mit Gastronomie und Unterhaltung. Allerdings nehmen die Stellflächen nur etwa 20 Prozent des terrassenartig angelegten Areals ein. Denn es gehörte zu den Auflagen, möglichst viel Wald und auch den Bachlauf zu erhalten, letztendlich zum Nutzen der Campinggäste. An etwa 20 Wochenenden im Jahr gibt es am Ring Veranstaltungen; ausgebucht ist der Campingplatz vor allem während der großen Ereignisse wie Formel 1 und "Rock am Ring". Der gesamte Platz ist durch flächendeckende Strom-, Wasser und Abwasserversorgung den heutigen Anforderungen sowohl der Campinggäste, als auch den Auflagen zur Umweltverträglichkeit ausgelegt.
Strom- und Wasserversorgung, Abwasser- und Müllentsorgung gehören zu den hohen Herausforderungen, auch speziell während der Großveranstaltungen. Für die Campinggäste ist jedoch hier kaum ein Unterschied zu merken, der Bedarf ist zu jeder Zeit sichergestellt. Speziell für das Abwasser des Campingplatzes und des Nürburgrings wurde eine biologischen Abwasserkläranlage errichtet, die sicher stellt, daß auch hier aktiv zur naturnahen Integration beigetragen wird. Alle Abwässer werden in Richtung Kläranlage geführt, gesäubert und wieder in den Kreislauf der Natur abgelassen. Schon beim Bau des Platzes wurde darauf geachtet, zu jeder Jahreszeit befahrbare Wege anzulegen.

Es wurde ein spezielles Baumaterial verwendet, so daß das Regenwasser zum Teil versickern könne. Außerdem wird es gesondert gesammelt und zeitverzögert in den Bach abgeleitet. Der Campingplatz macht den Eindruck eines großen Parks. Es gibt im Wald versteckte Spielplätze, Wasserpunkte und Feuerstellen. Die Fans kommen hierher zum Rennen, um etwas außergewöhnliches zu erleben. Nach dem ohrenbetäubenden Lärm der Motoren, bzw. der Musik können sie aber auch ein Stück Natur genießen.

Eine ganz besondere Atmosphäre, nicht an jeder Rennstrecke zu finden

1984 war der erste Spatenstich. Die gesamte Fläche (etwa 30 Hektar) bestehend aus Wald, Wiesen und Ödland wurde umgestaltet, mit dem Ziel, den zukünftigen Rennbesuchern und Campinggästen eine zweite Heimat mit Abenteuer und Freiheit zu bieten. Erdreich wurde abgetragen, an anderer Stelle wieder angeschüttet. Baumgruppen wurden erhalten, zum Teil gerodet, um so kleine Camping "Inseln", von Grün umgeben, zu schaffen. Bereits zum Eifelrennen 1986 konnte der erste Abschnitt eröffnet werden, zu dem schon die Ringgaststätte und eine gemütliche Grillhütte gehörten. Die ersten Camper zeigten sich begeistert von der neuen schönen Anlage. Nun ging es an die Feinarbeiten. Insgesamt entstanden bis heute cirka 1.000 Stellplätze für Campinggäste mit Wohnwagen, Wohnmobil und Zelt, davon 200 für Dauercamper. Jeder dieser Jahresplätze ist mit Wasser-, Abwasser und Stromanschluß versehen.

Es gibt in dieser Ferien- und Freizeitanlage fünf sanitäre Großanlagen mit Toiletten, Waschbecken, Duschen und Fußwaschbecken; dabei sind sanitäre Anlagen für Behinderte nicht vergessen worden. Alle Serviceleistungen stehen den Campinggästen 24 Stunden zur freien Verfügung. Das ganze Gelände wurde terrassenförmig angelegt. Ganz versteckt findet man individuelle Stellflächen, die eine vertraute und persönliche Atmosphäre geben. In das harmonische Bild passen so richtig zwei Teiche, ein Abenteuerkinderspielplatz und viel Wald. Der ganze Ferien- und Freizeitpark ist eingefriedet mit über drei Kilometer Zaun. Das Wegenetz innerhalb der Anlage beträgt mehr als 4 Kilometer. Die Gäste brauchen die Anlage nicht zu verlassen, um die unterschiedlichen Landschaftsbilder zu erleben. Schöne Laub- und Nadelwälder, Wiesen und Wasser sorgen für Abwechslung. Es gibt auch sehr ruhige Fleckchen, und so mancher durfte mitten im Gelände schon Rehe und Schnepfen beobachten. "Wer einmal diese schöne Anlage mitten im Walde erlebt habe, gehöre bald zu den Stammgästen." Die Gäste suchen und finden hier Lagerfeuerromantik, Waldcamping, gemütliches Beisammensein, ein bißchen was vom früheren Rennstreckenflair. Der "Ring" ist nahe.

Sehr schnell ist man vom EventCenter mit direktem Zugang zu den Tribünen 5 und 6 an der neuen Grand-Prix-Strecke. Alle Einrichtungen des Nürburgrings sind bequem zu Fuß zu erreichen, ein riesen Vorteil für alle Besucher.
Am südlichen Ende der Freizeitanlage, dem Bereich an der alten Südschleife, ist ein weiterer Restaurationsbetrieb mit ganz besondere Note in Betrieb. Die Camping-Klause. Unter anderem gibt es dort Spezialitäten auf heißem Stein. Die Gäste brutzeln sich nach Beliebten ihre Steaks am Tisch selbst. Neben diesem Restaurant beherbergt dieses Gebäude noch einen VerkaufsShop mit täglich frischen Brötchen, Zeitungen, Lebensmitteln, Getränken und Souveniers.
"Wir freuen uns natürlich über die positive Entwicklung in den letzten 20 Jahren und besonders über das gute Echo aus dem Kreise der vielen Campinggäste. Wir werden auch in Zukunft immer weiter damit beschäftigt bleiben, um diesen Ferien- und Freizeitpark "Camping am Nürburgring" noch weiter zu verbessern und zu verschönern".
Selbstverständlich haben wir uns auch selbst ein Bild vom Campingplatz gemacht und nochmal persönlich mit den Betreibern, Steffen und Detlef Fischer gesprochen.
Auf diesen Bereich dürft Ihr in Kürze gespannt sein...

Ein besonderer Dank geht an die Betreiber von "Camping am Nürburgring" Steffen und Detlef Fischer

Camping-am-Nürburgring