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Donots


Uuuund auch Guido von den Donots stand uns Rede und Antwort ...


1. Wie steht ihr allgemein zu Festivals und Rock am Ring im Besonderen?

Donots: Festivals sind auf jeden Fall immer eine schöne Sache. Ich freu mich immer auf die Zeit. Man trifft jedes jahr viele andere Bands wieder. Es ist wie ein großes Familientreffen. Gerade bei Rock am Ring hatten wir schon so manche skandalöse Party.

2. Welche Festivals habt ihr privat schon besucht?

Donots: Als Besucher war ich bis jetzt nur auf nem Ox-Festival. Alex und Eike waren aber Anfang/Mitte der Neunzieger auf allen möglichen Festivals unterwegs.

3. Was bedeutet es für euch bzw. würde es bedeuten bei Rock am Ring auf der Bühne zu stehen?

Donots: Das ist schon ne abgefahrene Sache. Da stehen ja auch mal eben Tausende von Leuten vor der Bühne und lassen sich von deiner Musik quälen. Das einzig Blöde sind die 3 Kilometer Absperrung zwischen Bühne und Publikum. Aber es ist schon beeindruckend, da auf der Bühne zu stehen.

4. Welcher Auftritt war für euch besonders spektakulär und warum?

Donots: Das ist schwer zu beantworten, weil es schon so viele Konzerte gegeben hat, wo man selber total geplättet von der Atmosphäre und dem ganzen Drumherum war. Aber eins der coolsten war die Unpluggedshow,die wir nachts auf dem Taubertalfestival gespielt haben. Da hat irgendwie alles gestimmt. Es war zwar ein großes Festival aber irgendwie hatte das Wohnzimmercharme.

5. Was ist euch schon mal Peinliches auf der Bühne passiert?

Donots: Neben Arm- und Beinbrüchen, diversen gerissenen Hosen(natürlich direkt in Lönznähe) meinerseits und so einigen Stürzen hatte Alex auch mal die Idee, dass wir uns doch mal vor 25000 Leuten ausziehen können. Das Gute daran war, dass ihm die Idee direkt vorm letzten Song gekommen ist und wir das dann ganz spontan abgesegnet haben. Das war in Konstanz beim Rock am See.

6. Was gehört bei Euch zu einem guten Catering dazu?

Donots: Ich finde, dass es eine gute Auswahl an vegetarischen Sachen geben sollte, was auch meistens der Fall ist. Ansonsten ist ein gefüllter Kühlschrank mit Flüssigliebe immer extrem wichtig.

7. Wie vertreibt ihr euch die Zeit im Tourbus?

Donots: In der letzten Zeit hat der Nintendo DS die Falschgeldphase zwischen Soundcheck und Konzert versüßt. Am liebsten mit alleman Mariokart oder Bomberman zocken.

8. Mit welcher Band / welchem Künstler würdet ihr gerne mal zusammen auftreten?

Donots: Einer meiner Träume geht am 6.4. in Erfüllung. Da spielen wir in Tokio auf dem Punkspring-Festival. Und da spielen unter anderem auch Rancid, die ich, seitdem ich 13 bin, vergöttere! Ansonsten fehlt mir noch Face to Face. Danach bin ich wunschlos glücklich. Ach und ne Tour mit Green Day wär auch nicht so verkehrt.

9. Wie seid ihr zur Musik gekommen und warum habt ihr sie zum Beruf gemacht?

Donots: Eigentlich war es eine Mischung aus Dorflangeweile, Früherziehung in Sachen Rockmusik durch den großen Bruder und Vitaminmangel, der uns auf die Idee gebracht hat ne Kapelle zu gründen.
Zum Beruf haben wir sie in dem Sinne nicht gemacht, es hat sich viel mehr über die Jahre so ergeben. Das wort "Beruf" bildet in dem Zusammenhang genauso eine sexy Stimmung, wie das wort "Borsten" zu dem wort "Frauenrücken."

10. Wodurch lasst ihr euch beim Schreiben ihrer Songs inspirieren?

Donots: Eigentlich komplett durch das Bauchgefühl. Ich glaub, dass es eher beschränkt, wenn man da zu sehr theoretisch ran geht. Wenn wir ein Lied schreiben und im Proberaum mit allen spielen und alle wie bescheuert grinsen, ist es das Richtige.

11. Welcher eurer eigenen Songs ist euer Favorit und warum?

Donots: Das wechselt immer bei mir. Klar haben die neueren immer mehr Reiz aber manchmal knüppelt einen auch die älteste Kamelle in Grund und Boden.

12. Welche Band hat euch mal positiv überrascht und warum?

Donots: Da muß ich ganz klar sagen Die Toten Hosen! Wer mal in den Genuss kommt für die Jungs den Abend zu eröffnen, weiß danach, was Gastfreundlichkeit und Bodenständigkeit ist! Keine Band, für die wir den Support gemacht haben, war jemals so cool zu uns!
Das Geile ist, dass es nicht nur die Band selber ist, sondern auch die komplette Crew, die da unterwegs ist. Irgendwie scheint denen allen die Sonne aus dem Arsch. Eine tolle Truppe!

13. Was war die erste Platte / CD die ihr gekauft habt?

Donots: Meine erste war "Blow your Video"von AC/DC. Früher bei Marktkauf in der Vinylabteilung gefunden. Unfaßbar, das Marktkauf Vinyl hatte. Sehr löblich! Die hab ich gekriegt, weil ich ein gutes Zeugnis in der Schule hatte. Nachdem mich die Platte dann im Schwitzkasten hatte, war das Thema mit den guten Zeugnissen durch.

14. Welches Album habt ihr zuletzt gekauft?

Donots: Das war die letzte Sheryl Crow. Mein Gott ist die sche**e! Drei gute Songs und der Rest langweilt einem die Zähne aus dem Maul! Dabei hatte sie es auf den ersten Platten sowas von raus! Schade!

15. Was ist euer Lieblingsalbum?

Donots: Schwere und unfaire Frage. Ich könnte jetzt "...and out come the wolves" von Rancid sagen, würd damit aber eine Menge anderer Bands ungerecht werden. Da könnte man auch Platten von Bad Religion, Cardigans, Face to Face, Pantera, Ryan Adams, ...but alive, Desendents, Dag nasty, Chamberlain und vielen anderen nennen. Also, gemeine Frage.

16. Wem würdet ihr gerne mal die Meinung sagen?

Donots: Sunrise Avenue

17. Wie verbringt ihr eure Freizeit und wo kann man euch dabei treffen?

Donots: Ich spiel in meiner Freizeit viel Gitarre. Ansonsten mach ich gern Münsters Nachtleben unsicher. Gerne im Plan B, Gleis 22 oder in der Gorillabar. Münster kann was!

18. Habt ihr vor Konzerten ein bestimmtes Ritual?

Donots: Wir haben einen Schlachtruf, ähnlich wie bei Footballmannschaften. Wir halten die Hände übereinander und schreien "Knusperfelix, Knusperfelix, ooohhhhh Opa!" Kein Scheiß!

19. Warum sollten Leute, die euch nicht kennen, eure Konzerte besuchen?

Donots: Weil ihnen dort mit einem großen Audiorasierer der Arsch rasiert wird!
Und weil es sonst langweilig ist, wenn wir alleine sind.

20. Ein letztes Wort an die Welt:

Donots: Mir quillt die Frisur ins Ausland! schrie Sven Väth. Nach einer Woche sticht Eslages Ralf nen Adler ab. Federverschmiert taumelt er den Nürburgring entlang. `Peitsch was` steht auf dem kreisrunden Filzhut des Adlers, als plötzlich aus Urlaubsgründen Günther Pfitzmann in unmittelbarer Nähe auf einen Tisch knallt. Eingehüllt in Speisekarten entgeht er dem Gröbsten. Kralle, Falte, Elch und Heft tauschen Korfu gegen einen Satz gute Krümel ein.

Vielen Dank für das Interview!